Montag, 19. Juni 2006

Wütend

Das Schlimmste, was ich mir je vorstellen könnte, ist, daß sich jemand an meiner Tochter vergreift. Schon allein der Gedanke daran, daß sich ein Mann ihr so nähern könnte, macht mich wütend. Und ich bin nicht weniger wütend, wenn es sich dabei um zwei sechsjährige Jungen aus dem Kindergarten handelt.

Meine Motte hat mit ihrer Freundin draußen auf dem Spielplatz des Kindergartens gespielt, sich hinter dem Gartenhäuschen versteckt. Zwei von den größeren Jungs kamen dann dazu und wollten mal genau schauen, wo denn wohl der Unterschied zwischen Mädchen und Jungs ist.

So weit so gut - harmlose Doktorspielchen, wenn das Interesse auf beiden Seiten besteht, kein Problem - herrje, sogar ich kann mich noch gut an diese Kinderzeiten erinnern. Das gehört zum Aufwachsen wie Bravo, Alkohol und Zigaretten.

Wird jedoch meine Tochter gegen ihren Willen dazu gezwungen ihr Höschen herunterzuziehen und wird dann noch versucht, mit einem Stock an ihr zu manipulieren, dann geht mir ehrlich gesagt die Hutschnur hoch.

Eine Erzieherin entdeckte die vier schließlich und setzte dem Ganzen ein Ende bevor ernsthafter Schaden entstehen konnte. Ihr hat sich meine Tochter auch bruchstückhaft anvertraut, ihre Freundin war stumm und starr vor Schreck und nicht dazu zu bewegen, auch nur ein Wort zu sagen.

Als ich heute Nachmittag beim Kindergarten ankam, nam mich die Erzieherin sofort zur Seite und erzählte mir die Geschichte, bat mich achtzugeben, ob evtl. doch noch schmerzhafte Nachwirkungen hervorkommen würden.

Was mich jedoch auch wütend macht, ist, das wir Frauen anscheinend in die Opferrolle hineingeboren werden, mit Erziehung hat das nichts zu tun. Auf meine vorsichtigen und möglichst beiläufig gestellten Fragen bekam ich von meiner Tochter die Abwehrreaktion "Die H. und ich wir haben gar nichts gemacht". Näheres wollte sie mir zunächst auch nicht schildern.

Dabei haben wir beide uns schon oft mit diesem Thema beschäftigt, ich habe ihr gesagt, daß ihr Körper ihr gehört und daß niemand anderes sie anfassen dürfe, wenn sie es nicht wolle und daß sie sich dann unbedingt wehren oder ganz laut schreien solle.

Was passiert? Nichts. Keinen Mucks gibt sie von sich, hat sogar noch das Gefühl, für das Geschehene verantwortlich gemacht zu werden.

Woran erinnert mich das? An mich. Mir waren Frauen früher unverständlich, die sich von ihren Männern verprügeln lassen und immer wieder bei ihnen bleiben. Doch was habe ich gemacht? Ich ließ mich insgesamt fünf mal verprügeln, erst beim letzten Mal hatte ich den Mut, einen Schlußstrich zu ziehen.

Frauen werden als Opfer geboren, sie werden nicht dazu gemacht.
Kindereien

Merkwürdig

An einem Montag schon beim Aufstehen gute Laune. Und die hält sogar noch an. Sehr merkwürdig.

Dabei steht noch nicht mal mehr so ein schönes langes Wochenende durch Feier- und Brückentage an, erst im Oktober wieder.

Wirklich sehr merkwürdig.

Das gute an der guten Laune: mich kann heut nix erschüttern, weder das quengelnde Kind, noch zickige Kollegen (die mir gar nicht so zickig erscheinen heute) und erst recht nicht eine schlecht gelaunte Geschäftsleitung.

Also, das ist nun wirklich sehr sehr sehr merkwürdig ...

Mein eingebauter Dauer-Pessimismus sagt mir deshalb ständig, daß noch irgendwas kommen und mir die Petersilie kräftig verhageln wird.
Alltäglicher Wahnsinn

Schlampe - Teil II

Inspiriert von Geezers Kommentar zu meinem Schlampen-Beitrag hier einmal eine Impression meines mehr als unordentlichen Schreibtischs:

photo0278

Darauf zu finden sind u.a.: Notebook, Mouse, Tastatur, übervoller Aschenbecher, Kaffeetasse, Stifteköcher, Schreibtischunterlage, Telefon, Zigaretten, Zigarillos, eine Flasche Apfelschorle, zwei leere Piccolos, Lampe, Rechenmaschine, diverses Kabelgedöns, übervolle Ablage, Dose Erdnüsse, Papierkram, zwei Tampons - garniert wird dieses Stilleben von Zigarettenasche und Staub

Und, wie schauts bei Euch so aus?
Alltäglicher Wahnsinn

Sonntag, 18. Juni 2006

W*M ist toll

Glaubt Ihr nicht? Ich finds prima. Hab gerade eben mein erstes Spiel gesehen.

Tatsächlich habe ich jedoch weniger auf den Fernseher geschaut. Fusiball eignet sich nämlich einfach wunderbar dafür, währenddessen ausgiebigst seine Nägel zu feilen und anschließend zu lackieren.
Alltäglicher Wahnsinn

Ich bin ein Narr

Beim Xchen gefunden

You Are The Fool

You are a fascinating person who is way beyond the concerns of this world.
Young at heart, you are blissfully unaware of any dangers ahead.
You are a true wanderer - it has be difficult finding your place in this world.
Full of confidence, you are likely to take a leap of faith.

Your fortune:

You are about to embark on a new phase in your life.
This may mean changing locations, jobs, friends, or love status.
You are open about what the future will bring, and free of worry.
You have made your peace with fate, and you're ready to start down your new path.
Stiftung Warentest

Schlampe

Ordnung ist das halbe Leben!

Ich hab mich ja eher der anderen Hälfte zugewandt. Denn wer Ordnung hält, ist einfach nur zu faul zum Suchen.

Aus diesem Grund verbringe ich mein halbes Leben damit, irgendwas zu suchen. Mindestens viermal am Tag grüble ich "Wo ist denn bloß ...?" oder "Wo hab ich denn ...?"

Glücklicherweise hat mein Kind zwei Beine und ein enormes Stimmvolumen, so kann ich sie wenigstens nicht verlegen.
Alltäglicher Wahnsinn

Faules Wochenende

Ach ja, was hatte ich mir nicht alles vorgenommen für dieses schöne lange Wochenende:

das Haus putzen
Wäsche waschen und bügeln
Rasen mähen
Brennnesseln umnieten
Buchhaltung machen

Einzig und allein die Wäsche habe ich erledigt bekommen, das Haus oberflächlich vom größten Schmutz befreit (wehe, es guckt einer genau hin), allerdings das Spielzimmer der Kleinen ordentlich durchgeharkt und wieder begehbar gemacht.

Den Rest der Zeit habe ich vertrödelt - und, ganz ehrlich, ich fands herrlich und hab keinen Tick schlechtes Gewissen dabei.
Alltäglicher Wahnsinn

sehnsucht

sehnsucht, so wie ein schatten,
immer bei mir,
entkommen unmöglich.

sehnsucht, nach einem wort,
das die stille durchbricht,
die in den ohren schmerzt.

sehnsucht, nach einer berührung,
die wärme bringt,
wo jetzt kälte ist.

sehnsucht, nur ein gefühl,
ist greifbar geworden,
hüllt mich völlig ein.

sehnsucht, nach liebe,
ein stummer schrei,
der sich der seele entringt.

sehnsucht, nach dir,
so weit fort,
nur die einsamkeit bleibt.
Seelenleben

Samstag, 17. Juni 2006

Für Herrn Waschsalon ...

Sie hatten recht, ein Mann bin ich wohl doch nicht!
Alltäglicher Wahnsinn

Mein täglicher K(r)ampf

Es gibt im Leben nur eine Sünde, und die ist: den Mut zu verlieren. (Johannes Mario Simmel)



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Super Artikel
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Professionelle Hilfe...
Wir sollten in dieser Hinsicht ein wenig mehr wie die...
Valeska (Gast) - 2016.03.30, 09:11
Halte durch
Schade, dass du schon lange nichts mehr geposted hast....
Kristian (Gast) - 2016.03.30, 09:09
Sehr interessante Seite!
Ich mag diesen Blog wirklich sehr, aber ich vermisse...
Till (Gast) - 2016.03.29, 12:42
Lass doch einmal was...
Also ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn du einmal...
Helena (Gast) - 2016.03.29, 12:40
Alles Gute für dich!
Also ich kann mir vorstellen, dass das anfangs sehr...
Bernhard (Gast) - 2016.03.01, 15:52
Wie fühlt es sich denn...
Ich habe noch nie allein gelebt und würde mich dafür...
Gitta (Gast) - 2016.03.01, 15:50

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