Mittwoch, 25. Januar 2006

Meine Süße bei Opa - Tag 2

Kontrollanruf bei meinem Dad: alles ok, meine Maus ist gut drauf, schaut fürchterlich natürlich aus, aber sie will sich nicht einschmieren lassen, weil es nicht so doll juckt.

Hab mit ihm vereinbart, daß er ihr sagt, solange sie nicht kratzt, braucht sie auch nicht eingecremt zu werden. Das Zeug lindert ja lediglich den Juckreiz und ist für die sonstige Heilung nicht nötig.

Mir fällt mal wieder ein Stein vom Herzen.
Kindereien

Kaltlächelnd aggressiv

So bezeichnete mich mein Kollege gerade eben.

Recht hat er: ich bin mehr als aggressiv heute, verpacke meine bissigen Kommentare mit einem Lächeln, das ebenso kalt ist, wie die derzeitige Außentemperatur.

Das Telefon klingelt in einer Tour, jeder will heute was von mir, ich bin reichlich genervt und vor allem geladen.
Diese miesen, kleinen Pisser sollen mich doch heute einfach alle in Ruhe lassen.
Seelenleben

Reisschnaps? Nein danke!

Heute abend treffe ich mich mit meinen beiden Kolleginnen aus dem Verkauf bei unserem Lieblings-Chinesen (okay, hier in unserem Kaff gibts auch keinen anderen).

Gut, daß ich selbst fahren muss, somit bleibt mir so ein Desaster wie vor knapp zwei Wochen glücklicherweise erspart.
Alltäglicher Wahnsinn

Innerer Schweinehund

Genau diesen habe ich gestern abend überwunden und mich endlich an meine Buchhaltung für das Jahr 2004 gemacht.

Und so habe ich gestern abend fast drei Stunden lang Ausgangsrechnungen in meinen Rechner gehackt. Als ich damit fertig war, hatte ich reichlich Sehprobleme (Notiz an mich: beim nächsten Mal Brille tragen ...) und heute morgen elendige Kopfschmerzen, da meine gesamte rechte Seite vom Nacken her verspannt ist. Eine Massage wäre dringend vonnöten - irgend jemand in der Nähe?

Aber ich hab wenigstens schon mal angefangen ...

Als nächstes kommen die Ausgangsrechnungen dran. Mit einem Abend werde ich da wohl nicht hinkommen, da brauche ich mindestens zwei Nachtschichten. Aber heute nicht.
Alltäglicher Wahnsinn

Dienstag, 24. Januar 2006

...

Tut weh!
Macht mich mürbe.
Erzeugt Traurigkeit.

Wird sich irgendwann in Wut verwandeln ... dauert nur seine Zeit ... dauert vermutlich viel zu lange ...
mag nicht mehr ...

Stelle fest, daß ich mir - um mich selbst zu betrügen - etwas einrede, was einer genaueren Betrachtung jedoch nicht standhält.
Seelenleben

Telefonseelsorge

Ich bin ja nie begeistert, wenn unsere Dame der Zentrale Urlaub hat oder krank ist und wir - da mein Kollege und ich im Nebenbüro sitzen - den Telefondienst übernehmen. Mein Kollege ist heute auch nicht da, also versehe ich diesen Dienst ganz alleine. Und bekomme heute die schönsten Dialekte, Idiome und Aussprachen an den Kopf geworfen. Hochdeutsch scheint momentan out zu sein.

Was habe ich heute nicht schon alles gehört: Franzosen, die versuchen Deutsch zu sprechen; Franzosen, die versuchen Englisch zu sprechen (klingt genau wie Französisch); Chinesen, die versuchen Englisch zu sprechen (na das versteht keine Sau), Holländer und Belgier. Dann noch die diversen Deutschmuttersprachler: Bayern, Schwaben, Norddeutsche, Berliner und Umland, Hessen, Österreicher, Schweizer.

Zum Wahnsinn treibt mich jedoch heute ein Kunde, der nahezu alle zehn Minuten durchklingelt: ein Sachse. Ja, tut mir leid, vielleicht klingt es abwertend, rassistisch, gemein - sächsisch ist ein Idiom, daß mir die Zehennägel aufrollt, mir eine Gänsehaut im Ohr beschert. Mit Sachsen verkehre ich nur schriftlich. Selbst mit unserem Außendienstmitarbeiter - der ist jedoch immer so sehr angetan von meiner Stimme, daß er mich am liebsten anruft. Und er ist ja wirklich ein supernetter Kerl, aber ich mag nicht mit ihm reden.

Und wenn heute noch mal dieser schmierige, widerliche, ekelhafte Kerl anruft, der zwar reinstes Rheinländisch spricht, mich jedoch immer gönnerhaft mit "Frolleinchen" anspricht, nehme ich meine Trillerpfeife aus der Schublade und werde ihm einen blasen - sicherlich ein unvergessliches Erlebnis für ihn.
Kollegiales

Farbtupfer

Ich glaub, nach der Arbeit werde ich mir meinen ersten Strauß Tulpen in diesem Jahr gönnen. Ich könnte einen Farbtupfer und einen Hauch Frühling gut gebrauchen.

Vielleicht in einem schönen warmen Gelb mit Orange - das würde mich schon mal auf andere Gedanken bringen.

Andere lieben Rosen und ich schwärme einfach nur für Tulpen.
Alltäglicher Wahnsinn

Innere Unruhe

Die Sonne scheint, es ist (zumindest für den gemeinen Niederrheiner) knackig kalt, mein Chef ist mir fast um den Hals gefallen, als ich heute morgen hier angetrudelt kam, die Laune der Kollegen ist relativ gut, alles läuft beruflich in geregelten Bahnen und es sollte eigentlich nichts Unerwartetes dazwischen kommen - trotzdem bin ich innerlich sehr unruhig.

Aus irgendeinem Grund habe ich das Gefühl, das berühmte Damokles-Schwert würde knapp über meinem Kopf hängen und, bei der geringsten Bewegung von mir, auf mich herunterkrachen und mich in zwei Hälften spalten.

Jeden Moment erwarte ich, daß mein Dad anruft und mir mitteilt, daß das mit meiner Tochter nicht funktioniert.
Jeden Moment erwarte ich, daß mein Chef mich in sein Büro ruft und mich zur Minna macht, weil ich irgendwas wichtiges vergessen habe.
Jeden Moment erwarte ich, daß ich eine Absage erhalte, zu einer Angelegenheit, die mir sehr am Herzen liegt.
Jeden Moment erwarte ich, daß mir jemand vorwirft, daß mich jemand anruft/anmailt/ansmst, daß ich ihn mit irgendwas vor den Kopf gestoßen habe.
Jeden Moment erwarte ich ganz einfach eine schlechte Nachricht - keine Ahnung, was für eine.

Blöde Situation, gefällt mir ganz und gar nicht. Und ich fühle mich wie auf dem Sprung.
Ich möchte aber nicht nach unten springen, sondern ganz weit nach oben.
Seelenleben

Meine Süße bei Opa - Tag 1

Gerade mit meinem Dad telefoniert, der ein wenig die Nerven blank liegen hatte. Meine Süße wollte sich nicht mit der Anti-Juck-Lotion einschmieren lassen, hat nur geschrien und Palaver gemacht.

Jetzt ist sie jedoch komplett eingesalbt, friedlich und erwartet ihr Frühstück.

Ansonsten sieht sie jetzt wohl am ganzen Körper aus, wie ein Streuselkuchen.

Mein armes Kind. Und ich fühle mich wie eine Rabenmutter.
Kindereien

Montag, 23. Januar 2006

Blind Date

Am Samstag.
Voraussichtlich.
Steht noch nicht 100 %ig fest.
Entscheidet sich im Laufe der Woche.

Ein Mr. Perfect?
Mal sehen.
Eigentlich zu blond.
Eigentlich zu groß.

Trotzdem spannend.
Liebe und andere Merkwürdigkeiten

Kinderlos

bin ich dann also jetzt für die nächsten ca. 10 Tage. Wohlgemerkt: natürlich nur, wenn alles klappt. Ich drück mir mal selbst die Daumen.

Herrje, mir fällt gerade ein: ich bin ein freier Mensch! Ich kann jetzt kommen und gehen, wann ich will - ganze zehn Tage lang.

Was ich jetzt alles tun kann:
  • morgens eine Stunde länger schlafen
  • nach der Arbeit noch seelenruhig einkaufen gehen, ohne zum Kindergarten zu hetzen
  • abends weggehen
  • mir irgendwelche Kerle ins Haus holen, ohne Angst zu haben, daß sie meiner Tochter begegnen
  • die Mucke bis zum Anschlag drehen
  • schon am Vorabend fernsehen, was ich möchte
  • meine Buchhaltung beginnen, fortführen und beenden

  • Was ich jedoch vermutlich tun werde:
  • morgens eineinhalb Stunden länger schlafen
  • nach der normalen Arbeitszeit noch ein paar Überstunden dranhängen, um endlich mal meine Rückstände abzubauen
  • die Mucke bis zum Anschlag drehen
  • schon am Vorabend fernsehen, was ich möchte
  • meine Buchhaltung anfangen, evtl. auch weitermachen
  • vor Einsamkeit eingehen, weil mir meine Süße fehlt

  • Ach, ich kenn mich doch - Halligalli liegt mir nicht, wahlloses Herumvögeln Kerle aufreissen ist ebenfalls nicht mein Ding.

    Aber ich habe endlich mal die Möglichkeit, ihre beiden Zimmer auszumisten und durchzuharken, ohne daß sie mir zwischen den Füßen herumläuft und jammert, weil ich die Babyrasseln und Nuckis entsorgen möchte.
    Liebe und andere Merkwürdigkeiten

    Kinderkrankheiten und Experimente

    Fast 5 Jahre sind wir drum herum gekommen - um die Kinderkrankheiten. Und jetzt hat die erste zugeschlagen: Windpocken.

    Heute morgen besuchte mich an meinem Bett ein kleiner Streuselkuchen, beim Arzt quoll das Wartezimmer vor ähnlich aussehenden Kindern bald über. Nach zwei Stunden dann die Diagnose. Zehn Tage wird die Ansteckungsgefahr vermutlich anhalten, solange kann ich sie nicht in den Kindergarten geben und vor allem nicht arbeiten. Die Ausfalltage werden von der Krankenkasse übernommen, ich erhalte dann jedoch nur ein Krankengeld - 60 % vom Gehalt. Mein Chef sprang nicht nur im Dreieck, sondern vollführte dazu noch Saltos vor Unglück. Deshalb bot ich schon an, wenn es ganz dick kommt, stundenweise zu arbeiten, ich müsse dann halt meine Tochter mitbringen, bis auf etwas Fieber und die Flecken ist sie ganz gut drauf.

    Rettung dann in Gestalt meiner Eltern: Mein Vater - Frührentner - möchte es versuchen, sie die ganze Zeit zu betreuen. Er sei sowieso zu Hause und würde sich über Gesellschaft freuen. Daß sie nicht mehr im Windelalter ist, macht die Sache für ihn einfacher.

    Jetzt werde ich also eine dicke Tasche nehmen, genügend Klamotten und Spielzeug hineinwerfen und mich wieder auf den Weg nach Gladbach machen. Mal schauen, ob es klappt. Denn so lange war sie noch nie zu Hause weg und mein Vater auch noch nie so viel mit ihr alleine - sonst ist ja immer meine Ma da, aber die arbeitet den ganzen Tag.

    Mein Chef hat sich auf jeden Fall schon einmal gefreut. Ich habe ihm jedoch vorsorglich mitgeteilt, daß es ein Experiment ist und ich nicht weiß, ob es funktionieren wird. Dann müsste ich sie wieder zurück holen und doch zu Hause bleiben.

    Auf einer Seite bin ich froh über die Hilfe meiner Eltern, auf der anderen Seite habe ich jedoch ein schlechtes Gefühl dabei. Froh bin ich, weil ich noch so viel unerledigtes auf meinem Schreibtisch habe, es würde in den zehn Tage noch mehr dazu kommen und ich hätte ernsthafte Schwierigkeiten, diesen Rückstand irgendwann einmal aufarbeiten zu können. Andererseits habe ich ein schlechtes Gewissen, mein krankes Kind im Stich zu lassen und die Pflege jemand anderem aufzuladen.
    Kindereien

    Mein täglicher K(r)ampf

    Es gibt im Leben nur eine Sünde, und die ist: den Mut zu verlieren. (Johannes Mario Simmel)



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    NBerlin - 2018.07.04, 17:41
    Super Artikel
    Mir gefällt der Artikel wirklich super! Liebe Grüße!
    Alexander Jakob - 2018.05.10, 22:36
    Glaub an dich!
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    Wir sollten in dieser Hinsicht ein wenig mehr wie die...
    Valeska (Gast) - 2016.03.30, 09:11
    Halte durch
    Schade, dass du schon lange nichts mehr geposted hast....
    Kristian (Gast) - 2016.03.30, 09:09
    Sehr interessante Seite!
    Ich mag diesen Blog wirklich sehr, aber ich vermisse...
    Till (Gast) - 2016.03.29, 12:42
    Lass doch einmal was...
    Also ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn du einmal...
    Helena (Gast) - 2016.03.29, 12:40
    Alles Gute für dich!
    Also ich kann mir vorstellen, dass das anfangs sehr...
    Bernhard (Gast) - 2016.03.01, 15:52
    Wie fühlt es sich denn...
    Ich habe noch nie allein gelebt und würde mich dafür...
    Gitta (Gast) - 2016.03.01, 15:50

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