Mittwoch, 8. November 2006

Entschuldigungen haben viele Gesichter

Meine Tochter z.B. entschuldigt sich nur zum geringen Teil deshalb, weil sie einen Fehler eingesehen hat. Eher bittet sie um Verzeihung, um einer von mir verhängten Strafe zu entgehen, mich gnädig zu stimmen. Meist war das Vergehen nicht so schlimm, so dass ich auf ihre Entschuldigung eingehe, unser Leben geht danach so weiter, wie es vorher war. Nur ganz selten schafft sie es, mich so zu ärgern, dass ich ihre Entschuldigung zuerst nicht annehme, sondern sie mir schon zeigen muss, dass es ihr wirklich leid tut.

Andere wiederum sind darauf trainiert, sich ständig und für alles zu entschuldigen - dies liegt darin begründet, dass man ihnen für alles und jedes die Schuld in die Schuhe schiebt, sie sich irgendwann selbst schuldig an allem fühlen und denen das Entschuldigen bereits zur zweiten Natur geworden ist. Durch die 8 Jahre mit meinem Ex bin ich zu so einem Menschen geworden: er war nie etwas schuld, verdrehte die Tatsachen so, dass mich die Schuldgefühle völlig auffraßen. Wenn ich mich entschuldige, meine ich es immer bitterernst.

Dann gibt es Menschen, die ständig einen Fehler nach dem anderen machen, die Menschen, ohne über die Konsequenzen nachzudenken, verletzen. Tatsächlich sehen sie zunächst ihre Schuld ein und bitten aufrichtig um Verzeihung. Traurig ist jedoch, dass schon nach kurzer Zeit alles wieder vergessen ist und das alte Spiel von vorne anfängt - aber eine Entschuldigung wird schon wieder alles ins Lot bringen.

Außerdem gibt es Menschen, die nur um Verzeihung bitten, um die Form zu wahren, sich wieder ins rechte Licht zu setzen. Diesen Menschen unterstelle ich Unaufrichtigkeit, denn eigentlich tut ihnen das, was gewesen ist, gar nicht leid.

Ein Extremfall sind Menschen, die nie gelernt haben, um Verzeihung zu bitten. Dies sind Menschen, die nicht einsehen, Fehler gemacht zu haben, andere verletzt zu haben. Mit einem solchen Exemplar war ich 8 Jahre lang zusammen - in all den Jahren hab ich von ihm kein ernst gemeintes "es tut mir leid" gehört.

Ich versuche meiner Tochter zu vermitteln, sich so zu verhalten, dass Entschuldigungen gar nicht notwendig sind. Aus diesem Grunde bemühe ich mich selbst, schon im voraus an die Konsequenzen meines Tuns zu denken, mich in den Menschen, den ich eventuell damit verletzen könnte, hineinzuversetzen und darüber nachzudenken, wie ich mich fühlen würde, wäre ich von diesem Tun betroffen.

Sich so zu verhalten, erfordert jedoch eine gewisse Disziplin und nicht immer ist es im Überschwang der Gefühle möglich, sich daran zu halten. Und deshalb wird es noch ein großes Stück Arbeit bedeuten, bis ich dieses Verhalten wirklich verinnerlicht habe.

Unnötig zu erwähnen, dass mir die Menschen, die dieses Verhalten immer beherzigen, die Liebsten sind.
Seelenleben

Vorsicht bissig!

Heute schocke ich meine Kolleginnen: ich zicke sie an.

Ungewohnt, weil ich mich ansonsten von der geballten Stutenbissigkeit hier distanziere.

Aber heute ist mir danach ... ich bin müde und meine Kopfschmerzen lassen mich kaum noch vernünftig geradeaus schauen.

Besser geht heute jeder in Deckung!
Kollegiales

Müde ...

... vom Leben ... ausruhen wäre vonnöten ...
Seelenleben

Dienstag, 7. November 2006

Vorab-Hasskappe

Vom 15. bis 22. Dezember wird hier in der Firma die absolute Urlaubssperre verhängt. Wegen Inventur müssen wir außerdem damit rechnen, entweder am 16. oder am 23. (wenn wir Pech haben sogar an beiden Tagen) auch noch arbeiten zu müssen.

Darüber reg ich mich eigentlich schon seit Januar, seitdem dies auf unserem Urlaubsplan vermerkt ist, regelmäßig auf.

Und was mir daran am meisten die Halsschlagadern anschwillen lässt, ist, daß sich die gesammelte Geschäftsleitung schon am 21. oder 22. aus dem Staub machen und in den Weihnachtsurlaub verpissen wird.
Kollegiales

Eigentlich ...

... ist so ein Morgen ohne Kind zu Hause recht entspannt.

Entweder schlafe ich ein Stündchen länger oder stehe, so wie heute, um 5.00 Uhr auf und erledige schon mal einiges, dann hab ich nachmittags nichts mehr zu tun.

Und so habe ich heute morgen schon die Spülmaschine ausgeräumt, wieder etwas eingeräumt, die Küche sauber gemacht, im Wohnzimmer staubgewischt und bin mit dem Staubsauger durch die Wohnung gedröhnt.

Eigentlich schön.

Aber tatsächlich hat mir meine Motte wahnsinnig gefehlt heute morgen.

In letzter Zeit merke ich es immer häufiger: alleine bin ich nicht mehr so gern. Wo ich es früher genossen habe, wenn die Kleine mal nicht bei mir war, so genieße ich heute umso mehr, wenn wir zusammen sind.
Kindereien

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte ...

... ständige Zweisamkeit und Zärtlichkeit
... ein Lottogewinn - nicht viel, aber so daß es für die Schulden reicht (dafür müsst ich aber auch spielen ...)
... Spaß im Job

Eigentlich bin ich doch ein ganz zufriedener Mensch ...
Alltäglicher Wahnsinn

...

3 : 3
(fühlte sich nach Gnaden-Gleichstand an ...)

Montag, 6. November 2006

Weia

Wie erkläre ich das jetzt meiner Tochter? Sie ist die einzige im Kindergarten, die noch keinen Wackelzahn oder eine Zahnlücke hat - und das enttäuscht sie völlig.

Und jetzt grinst die Mama auch noch mit einer Zahnlücke durch die Gegend.

Oh wei, wie erklär ichs meinem Kinde? *gg*
Kindereien

btw ...

Hat vielleicht jemand Ahnung, wie lange man nicht rauchen sollte nach dem Zähne ziehen?

(Und kommt mir nicht mit: ganz aufhören *lach*)
Alltäglicher Wahnsinn

Nie wieder Gummibärchen

Da nascht man am frühen Morgen unbedarft ein kleines weißes Gummibärchen und bricht sich an diesem Mistvieh glatt einen Zahn ab.

Fährt wegen Schmerzen zum Zahnarzt, kommt sogar direkt dran und erwischt auch noch den Chef höchstpersönlich. Nach der Betäubung der Fläche (ich hätt ihn direkt heiraten können, so dankbar war ich, daß die Schmerzen aufhörten), entfernt er das, was von dem Zahn noch an der Oberfläche vorhanden war.

Als wäre das jedoch noch nicht genug, beschließt er spontan, auch noch die Reste, die noch im Zahnfleisch stecken zu ziehen, was jedoch enorme Probleme bereitet und nur dann funktioniert, wenn die SingleMama von mehreren Personen festgehalten wird.

Jetzt bin ich um einen Zahn ärmer und um eine Zahnlücke reicher. Und habe jetzt gute 4 Wochen Zeit, mir zu überlegen, ob ich die Lücke so lassen oder mit einer Brücke oder einem Implantant das Loch schließen will.

Tadaaaaaa, ich leg mich jetzt hin ...
Alltäglicher Wahnsinn

fast vergessen ...

2 : 3 *grummel*

Irrungen und Wirrungen an einem Montag-Morgen

Daß ich heute morgen der festen Überzeugung war, es sei noch Wochenende und ich bräuchte üüüüüüberhaupt nicht aufzustehen, kann ich ja eigentlich noch nachvollziehen.

Daß ich jedoch 10 Minuten lang meine Kaffeetasse gesucht habe und diese anschließend auf dem Waschbecken in der Toilette gefunden habe, ist für mich heute ein absolutes Rätsel.
Alltäglicher Wahnsinn

Mein täglicher K(r)ampf

Es gibt im Leben nur eine Sünde, und die ist: den Mut zu verlieren. (Johannes Mario Simmel)



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Kristian (Gast) - 2016.03.30, 09:09
Sehr interessante Seite!
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Alles Gute für dich!
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