Es ist toll, wenn man in der ganzen oberen Etage feste Insektengitter vor den Fenstern hat. Mücken können zwar reingucken, aber nicht reinkommen.
Hat man jedoch sich auf andere Art und Weise eine Mücke in die obere Etage eingeschleppt, steht man vor einem Problem. Denn durch die Gitter kommt sie auch nicht mehr raus und sticht fröhlich weiter.
Blöd ... ich seh aus, als hätte ich die Beulenpest ...
SingleMama - 2006.08.15, 22:02
Alltäglicher Wahnsinn
Den ganzen Tag friere ich schon und es macht sich ein unkontrollierbares Zittern breit.
Ich weiß nicht, ob es an den Temperaturen liegt.
SingleMama - 2006.08.15, 18:09
Seelenleben
einen Ausweg, eine Perspektive.
Hoffnung, eine Zukunft.
Klarheit, Ehrlichkeit.
Vertrauen können.
Eine klare Antwort.
Statt dessen drehe ich mich im Kreis.
SingleMama - 2006.08.15, 15:05
Seelenleben
vom Herrn
Kleines F. traf mich buchstäblich in den Nacken ...
1. War der Nachwuchs geplant?
Naja, erwünscht war meine Motte schon. Nur nicht zum damaligen Zeitpunkt. Eigentlich ist sie ein typischer Unfall - von mir jedoch jetzt immer als glücklicher Zufall bezeichnet.
2. Welchen Namen hätte er/sie, wenn er/sie das jeweilige andere Geschlecht geworden wäre?
Wäre es ein Junge geworden, hätte ich mich mit ihrem Vater über die Namen Robin, Sebastian (ich) und Pascal, Fabian (er) streiten müssen.
3. Was war der erste Gedanke, als du erfahren hast, dass du Nachwuchs bekommst?
Ganz ehrlich? Mein erster Gedanke war: "Ach Du Scheiße!!!" - gefolgt von "Wow, ich bin schwanger" nachdem die Information sacken konnte.
4. Was machte dir am meisten Kummer vor der Geburt deines ersten Kindes?
Finanzielle Probleme.
5. War der Kummer dann begründet?
Reicht es, wenn ich sage, daß ich direkt nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen bin? Und das nicht nur, weil ich mit der alleinigen Brutpflege unglücklich geworden wäre.
6. Willst du noch mehr Kinder? Wieviele?
Nein, definitiv nicht. Ich bin kein typisches Muttertier, führe gerne mein eigenes Leben.
7. Dein ultimativer Tipp an alle (werdenden) Eltern?
Möglichst viel aus dem Bauch heraus entscheiden, aufs innere Gefühl hören. Ratgeber lediglich bei gesundheitlichen Problemen des Kindes in die Hand nehmen.
8. Wie sind deine nächsten Zukunftspläne?
Hoffen, daß die 13 Jahre bis zur Volljährigkeit meiner Tochter schnell umgehen. Sie dann postwendend vor die Tür setzen und eine Weltumsegelung starten *gg*.
Nein, ich möchte sie zu einem selbstständigen, vorurteilsfreien Menschen erziehen. Und ihr auch mal was bieten können. Also heißt es arbeiten, arbeiten, arbeiten ...
9. Wem reichst du dieses Stöckchen weiter?
DU bist Mama oder Papa? Dann nehms Dir mit ;o)
SingleMama - 2006.08.15, 14:13
Fragliches
Lange Zeit habe ich geglaubt, nicht mehr vertrauen zu können. Zu oft war mein Vertrauen in all den Jahren missbraucht worden, zu oft musste ich mir Beteuerungen und Versprechen anhören, die schon nach wenigen Tagen wieder gebrochen wurden.
Mit dem schwindenden Vertrauen starb auch die Liebe - endgültig zunichte gemacht mit den körperlichen Angriffen, mit den Prügeln, die ich bezogen habe.
Es hat lange gedauert, bis ich mich aus dieser Beziehung lösen konnte, lange, bis ich glaubte, mit beiden Beinen fest genug auf dem Boden zu stehen und mein Kind und mich alleine durchzubringen. Auch wenn das Ende damals mit einem gewaltigen Paukenschlag kam - warum nur werden Männer, denen die Worte ausgehen, die merken, daß nichts mehr zu retten ist, immer wieder handgreiflich? - ich war froh und stolz, es endlich geschafft zu haben.
Nur mein Herz war tot. Und es schien mir unmöglich, noch einmal lieben zu können - schwieriger jedoch, noch einmal vertrauen zu können. Ich wollte es auch nicht mehr, wollte mich nie wieder so verletzen lassen.
Verliebt habe ich mich trotzdem. Vor über einem Jahr, eigentlich schon während der Beziehung mit D. Richtig zugegeben habe ich es kaum. Doch, einmal - Gegenliebe schien ich jedoch nicht zu erfahren - oder vielleicht doch? Ich weiß es nicht. Mein Herz verschloß ich also wieder, eine weitere Narbe war darauf zu sehen.
Es hat viel Zeit gebraucht und viel Geduld, bis ich wieder lieben konnte. Die Liebe kam ganz langsam, in kleinen Schritten und wurde so groß wie noch nie zuvor. Mein Vertrauen hat er jedoch nie ganz bekommen - worüber er sich wohl auch bewusst war.
Unsere Zusammenkünfte, so selten sie auch wegen der großen Entfernung waren, waren geprägt von inniger Zuneigung, Liebe, Zärtlichkeit und auch Leidenschaft. Noch nie habe ich in anderen Augen so viel Liebe für mich sehen können.
Jetzt wieder an einem Punkt zu stehen und feststellen zu müssen, daß auch das bißchen Vertrauen, was ich geben konnte, missbraucht wurde, tut unendlich weh.
Doch die Liebe ist noch immer da. Ein wenig Hoffnung auch.
Es wird Zeit brauchen - reden, über das warum und wieso. Darüber, was sein kann und wird. Was möglich ist und wie es umzusetzen ist.
Ich gebe nicht kampflos auf. Doch ich verlange auch Exklusivität. Und bis ich wieder vertrauen kann, wird es sehr, sehr lange dauern.
Ich habe die Hoffnung, daß ich irgendwann einmal sagen kann, all meine Hoffnung, Liebe und Geduld zu investieren hat sich gelohnt.
Jeder Mensch hat sich eine zweite Chance verdient. Nutze sie! Eine dritte wird es nicht mehr geben.
SingleMama - 2006.08.15, 11:06
Seelenleben
Vertrauen zu genießen ist ein größeres Kompliment als geliebt zu werden.
George Macdonald (1824-1905), schott. Schriftsteller
Vertrauen wird dadurch erschöpft, daß es in Anspruch genommen wird.
Bertolt Brecht (1898-1956), dt. Dramatiker u. Dichter
SingleMama - 2006.08.15, 10:55
Seelenleben
Nachdem ich die Nacht gestern bei meiner Freundin A. verbracht habe, bin ich nun endlich wieder zu Hause.
Die Schmerzen sind durchaus erträglich, aber insgesamt gehört der gestrige Tag in die Rubrik "Schnell abhaken".
Unglücklich angefangen hat es schon damit, daß ich mir zwar den Wecker auf halb sechs gestellt habe, die Kleine jedoch beim Spielen in meinem Schlafzimmer am Sonntag den Sender verstellt hat und ich irgendwann aus unruhigem Schlaf erwachte und nur ein leises Rauschen vernahm. Blick auf den Wecker: 7.39 Uhr - ja klasse, in 21 Minuten sollte ich auf dem OP-Tisch liegen. Shit, shit, shit.
Herumgewetzt wie eine Blöde, unter die Dusche gesprungen, vorher schon mal im KH angerufen, Hunger und Durst ignoriert, Schmacht auf eine Zigarette heldenhaft überwunden, ins Auto gesetzt und ab ins KH.
Mit hängender Zunge im 3. Stock angekommen, mich tausendmal entschuldigt (damned, was war mir das peinlich). Kein Problem, Frau H., Sie sind dann halt etwas später dran.
Mein Zimmer bezogen, das Flatterhemdchen und die Kompressionsstrümpfe angelegt (ich liiiiiiebe diese Art der halterlosen Strümpfe), ins Bett gelegt und gewartet. Eine Krankenschwester kommt rein, Rasierer in der Hand:
KS: so, Frau H., Sie haben ja zugestimmt, daß es mit einem Bauchschnitt gemacht wird, falls es mit der Bauchspiegelung nicht klappt, dann muss ich Sie jetzt mal rasieren.
Ich: das wird nicht nötig sein.
KS: doch, doch. Sie können doch gar nicht wissen, ob es klappt, wir können dann nicht erst im OP rasieren.
Ich: nein, nein, es ist nicht nötig, daß Sie mich rasieren.
Die Krankenschwester wartete gar nicht mehr ab, zog mir die Bettdecke weg, das Flügelhemdchen hoch, stutzt.
Ich: hab doch gesagt, es ist nicht nötig - das erledige ich immer selbst.
Herzlich gelacht, weiter gewartet. Schon mal prophylaktisch Tabletten gegen Schmerzen und Übelkeit geschluckt, anschließend die LMAA-Pille - geschlafen. Kaum mitbekommen, daß ich in den Vorbereitungsraum geschoben wurde. Der Anästhesist legt die Narkose, ich darf in den OP, auf den tollen Stuhl klettern, die Beine auf die Schalen. Kalt ist es im OP, ich zittere wie Espenlaub - vielleicht ist es auch Panik, ich weiß nicht.
Das vermummte OP-Team rückt an, kurze Begrüßung, das Narkose-Mittel wird eingeleitet, letzter Blick auf die Uhr: punkt 10.00 Uhr. Danach nichts mehr.
Wieder wach geworden, weil jemand an mir herumbastelt, mich an irgendwelche Geräte anschließt und der Kerl neben mir so fürchterlich schnarcht. Ich bin gerade im Aufwachraum angekommen, es ist kurz nach 11.00 Uhr. Blutdruck nur 60 zu 20. Ich horche in mich, alles okay, Schmerzen noch keine zu spüren - weiterschlafen.
13.00 Uhr - endlich macht mein Kreislauf so weit mit, daß ich aufs Zimmer geschoben werden kann, mein Blutdruck pendelte sich endlich auf 100 zu 60 ein. Infusionen laufen noch immer, ich möchte keine Schmerzmittel. Im Zimmer weitergeschlafen, vorher endlich mal einen Schluck getrunken.
15.30 Uhr - ich durfte endlich mal zur Toilette, Bewegungsfähigkeit massiv eingeschränkt. Ich verlange nach etwas zu essen, bekomme Brühe und Zwieback, leerre zwei Wasserflaschen. Anziehen und ins Sekretariat laufen, um meine AU abzuholen. Und dann kommen sie - die Schmerzen: dadurch das der Bauch mit Gas aufgepumpt wurde, tut alles weh. Im OP wurde ich anscheinend mit dem Kopf nach hinten gelagert, der ganze Oberkörper tut weh. Eine Art Muskelkater, der mir nahezu den Atem raubt. Okay Claudia, nicht jammern, morgen lachst Du wieder darüber.
17.30 Uhr - A. holt mich ab, wir fahren kurz zu mir nach Hause, dann zu ihr. Essen kann ich kaum, jede Bewegung tut einfach nur weh, liege bewegungslos auf der Couch, wir reden und reden und reden - wir haben so viel zu reden an diesem Abend.
22.30 Uhr - endlich ins Gästebett, auf der Seite liegen unmöglich, ich stopfe mir ohne Ende Kissen in den Rücken, versuche zu schlafen.
1.00 Uhr - das wars endgültig mit Schlaf - ich kann nicht mehr auf dem Rücken liegen, jede Bewegung tut weh. Also gut, dann fange ich halt das Grübeln an.
5.00 Uhr - genug gegrübelt, noch mal ein wenig schlafen, so weit es geht.
7.00 Uhr - raus aus dem Bett, bewegen kann ich mich schon etwas besser, aber rumspringen ist anders.
So, jetzt bin ich also zu Hause, ich sollte doch mal etwas frühstücken, seit Samstag habe ich im Grunde schon nichts mehr gegessen - auch gut, ich will ja sowieso noch etwas abnehmen. Der Muskelkater wird langsam erträglich, dafür merke ich jetzt den Schnitt im Bauchnabel, aber es ist gut auszuhalten. Innerliche Schmerzen habe ich gar nicht - es sei denn, ich hebe irgendwas hoch, das geht gar nicht.
Der Ex holt gleich mein Auto vom Krankenhaus zurück, die Kleine kann noch bis morgen bei ihm bleiben. Ich such mir jetzt mal was zu essen und pflanz mich mit einer dicken Wolldecke auf die Couch. Hab noch ein Buch zu lesen und werde sicherlich noch etwas schlafen.
Ich danke Euch allen fürs Daumendrücken und die lieben Gedanken, die bei mir waren - es klingt vielleicht merkwürdig, aber ich habe sie spüren können. DANKE!
SingleMama - 2006.08.15, 09:46
Alltäglicher Wahnsinn
Wohl die richtige Bezeichnung für mich - nach außen hin zumindest. Was innen ist, lasse ich nicht raus, auch für mich nicht. Vielleicht Selbstbetrug, hilft mir aber immer wieder, erst einmal auf die Füße zu kommen. Denn ich hasse nichts mehr, als mich am Boden zu sehen.
Kopf hoch, auch wenn der Hals schmutzig ist.
Trotzdem rasen die Gedanken wieder einmal, halten mich Grübeleien gefangen, zwiespältige Gefühle: Trauer, Hoffnung, Wut. Greifen lassen sie sich nicht, eine Entscheidung demnach heute nicht möglich.
SingleMama - 2006.08.13, 20:42
Seelenleben
Im Kopf sowieso ...
Aber auch sonst versinke ich gerade mal wieder im Chaos: mein Schlafzimmer sieht aus, wie ein Spielzeugladen - Barbies, wohin das Auge reicht und es werden noch immer mehr. Wie die Sahara breiten sie sich aus und nur mit großer Mühe schaffe ich es, daß die Barbie-Invasion nicht auch noch meinen Schreibtisch überflutet ...
Wäsche, Wäsche ohne Ende. Ich muss dringend bügeln und zusammenlegen - doch heute bin ich so unmotiviert und unkonzentriert, wie schon lange nicht mehr.
Kindergarten-Abrechnung - noch immer habe ich nicht alles zusammen, aber ich muss ganz dringend heute Abend daran arbeiten.
Planung:
da ich den A.s Papa weder per Handy noch per Telefon erreiche, werde ich jetzt mit seinen Eltern Kontakt aufnehmen, wann ich die Kleine bringen soll.
Anschließend das Bügeleisen aufstellen und Wäscheberge bewältigen.
Zuletzt Kindergartenabrechnung.
Ha, aber ich hab noch nicht mal Schiß vor morgen - wenigstens etwas ...
SingleMama - 2006.08.13, 17:38
Alltäglicher Wahnsinn
Alles, was ich fühle, ist Schmerz. Das Herz heraus gerissen, nur Schmerz.
Vertrauen verraten, Gefühle verraten. Warum? Immer diese Frage, warum?
Wie kann ein Mensch so grausam sein, mit meinen Gefühlen zu spielen? Mit den Gefühlen so vieler anderer Menschen?
Verdammt, Du hast gewusst, wie tief verletzt ich innerlich bereits war. Warum musstest Du mir noch mehr Schmerzen zufügen? Was hast Du Dir dabei nur gedacht?
Neben dem Schmerz und der Trauer machen sich Wut breit. Das Gefühl, um mich zu schlagen, ebenso zu verletzen. Und ich muss mich gewaltig zusammen nehmen, um dies nicht zu tun.
WARUM?
SingleMama - 2006.08.13, 13:47
Seelenleben
Schönster Suchbegriff heute:
Wie führe ich eine perfekte Beziehung?
Leider wird der/sie Suchende bei mir da sicherlich nicht fündig werden - diese Frage stelle ich mir selbst oft genug.
SingleMama - 2006.08.12, 21:28
Liebe und andere Merkwürdigkeiten
Mein Wohl ist gesichert - werde nach der OP mit A. nach Hause fahren und die Nacht bei ihr verbringen. Ist wohl auch besser so, daß ich nicht ganz alleine sein werde.
Ihr hört also dann frühestens Dienstag morgen von mir ;o)
SingleMama - 2006.08.12, 21:20
Alltäglicher Wahnsinn
Angenervt von der Tatsache, daß sich jedesmal, wenn ich aus dem Keller komme, auf meinem Haupt Spinnweben verfangen haben, die mir das Aussehen einer
unglücklichen Braut vor dem Traualtar geben, habe ich soeben meine Ekelgrenze überwunden und mich mit einem Staubsauger auf den Weg in das untere Gewölbe begeben.
Man stelle sich ca. 20 m² Gerümpelkammer vor, die Decken komplett eingedeckt mit Spinnweben, genau so die Wände, und dazwischen tummeln sich munter
Millionen Hunderte von Spinnen, z.Zt. alle mit einem Gelege unterwegs.
Wie Rambo habe ich mir meinen Weg durch die Spinnenflut gebahnt, kiloweise Spinnweben aus den beiden von mir meist frequentierten Kellerräumen gesaugt, die passenden Spinnen dazu.
Und jetzt will ich mir gar keine Gedanken darüber machen, daß die Spinnen die Karusselfahrt überlebt haben könnten und sich heute Nacht kollektiv mit Rachegelüsten in ihren acht Augen auf dem Weg in mein Schlafzimmer begeben.
Diese Spinne habe ich glücklicherweise nicht mit aufgestöbert.
SingleMama - 2006.08.12, 18:03
Alltäglicher Wahnsinn
Magenschmerzattacke, wie auf den Leib geworfen. Muß das sein?
Ich hoffe, es liegt nur daran, daß ich heute noch nichts gegessen habe - bekomme aber auch gar nichts runter und mir graut es schon davor, nachher am Herd zu stehen und Spagetti-Sauce zu fabrizieren.
SingleMama - 2006.08.12, 15:46
Alltäglicher Wahnsinn
In der Küche stehen und gefühlte 2000 Weintrauben halbieren und entkernen, auf daß die Flocke sie problemlos verzehren kann.
SingleMama - 2006.08.12, 15:14
Kindereien
Nach dem heutigen Ankauf des fünften Paar Schuhe diesen Monat für meine Flocke (diesmal waren es Gummistiefel für den Kindergarten und es mussten ja unbedingt die teuren mit dem Disney-Motiv sein, die die anderen Freundinnen auch haben), habe ich soeben mal einen flüchtigen Blick auf mein Konto, den Inhalt meines Portemonnaies und die noch zu zahlenden Rechnungen geworfen.
Macht insgesamt einen Saldo von knapp 25 €, aber auch nur, wenn der Unterhalt vom Herrn Papa diesen Monat gezahlt wird, ansonsten macht es gut 100 € Miese.
Dabei ist heute erst der zwölfte und noch neunzehn Tage sind in diesem Monat rumzubringen. 25 € verqualme ich alleine schon locker in einer Woche, allerdings reicht mein Zigarettenvorrat (ich hamstere im Moment die Sticks, wenn sie irgendwo zu bekommen sind) noch für etwa zehn Tage aus.
Maßnahmen:
dem Herrn, der mir noch 350 € schuldet, wieder einmal gewaltig auf die Füße treten
rauchen herunterfahren
ich wollte sowieso abnehmen, die Kleine ist im Kindergarten versorgt, Essenskosten minimieren
so gut wie keine SMS mehr verschicken
tanken erst wieder nach dem 20., wenn meine Kreditkarte abgerechnet ist
Ich fürchte, mein Lebensstil ist zu aufwendig.
SingleMama - 2006.08.12, 12:29
Alltäglicher Wahnsinn
Heute will sich der Schlaf einfach nicht einstellen. Nach über einer Stunde hin und her Gewälze hab ich es aufgegeben und bin aus meinen Federn geflüchtet.
Zu viele Gedanken in meinem Kopf: Zweifel, Hoffnung, Angst, Sehnsucht, Wut, Enttäuschung, Traurigkeit, Liebe. Und all diese Gedanken vervielfachen sich, drehen sich immer schneller in meinem Kopf herum, lassen sich nicht fassen, betrachten und damit verarbeiten.
Fragen über Fragen - zu wenige Antworten. Will ich überhaupt Antworten? Ja, ich will sie, egal, selbst wenn sie schmerzen. Bittere Wahrheit ist immer noch besser als eine schöne Lüge. Lügen musste ich so lange hören, daß mir selbst die unschöne Wahrheit wie Engelsgesang erscheint.
Liebe verzeiht vieles, aber nicht alles.
Manchmal verstehe ich die Menschen nicht; warum können sich viele nicht mit dem zufrieden geben, was sie haben? Warum wollen sie immer noch mehr? Ego-Streicheln?
Zeit, sich an die eigene Nase zu fassen: mit dem, was ich habe, bin ich nicht unbedingt zufrieden, ich wünsche mir auch sehr viel mehr - viel mehr Nähe, viel mehr Liebe, mehr Gemeinsamkeit. Mehr wir - weniger ich und du.
Merkwürdig, in meinem Ohr singt Perry Como
When I fall in love - so richtig mit kratzender Schallplatte, Knistern und Knacken. Und auch ich bin bereit, mein Herz für immer zu geben, wenn dieses Herz dann dann auch für immer erwünscht wird.
Was ist ein Herz? Es ist eines der wichtigsten Organe, die wir zum Leben benötigen. Und es ist das wichtigste Organ, welches wir zum
Lieben benötigen.
Mein Herz ist gesund, obwohl es mich nun schon seit über 37 Jahren durchs Leben bringt, was sicherlich nicht einfach ist, wo ich es mit meiner Raucherei doch übermäßig strapaziere und stresse.
Durch die Liebe jedoch war es lange Zeit kaputt, schien nicht mehr zu funktionieren. Mit viel Geduld wurde das Herz wieder gekittet, war es wieder bereit zu lieben. Es ist nicht mehr glatt, sondern hat viele Sprünge und Risse, Narben und herausgenommene Stücke. Laut Xchens
Geschichte, müsste es ein sehr schönes Herz sein. Doch ich vermisse darauf die Stellen, an denen ich andere Herzen verletzt habe, ich die Schuld trage, daß sie gebrochen wurden.
Ich bin kein Engel. Beileibe nicht. Ganz und gar nicht. Doch ich kenne mich - ich kenne vor allem meine Grenzen, schließlich habe ich oft genug damit gespielt und sie ebenso oft überschritten. Dazu bekenne ich mich und dazu muß ich stehen.
Und ist stehe fest zu dem Menschen, dem all meine Liebe gehört. Glücklich machen würde es mich, wenn er auch zu mir steht, zu mir ganz alleine. Manchmal möchte ich es rausschreien, möchte in die Welt rufen "Ich liebe ..." - doch wer will das schon hören?
Ich vergebe schnell. Verzeihen fällt oft schwer - ist jedoch nötig, da wir alle nur Menschen sind, die Fehler machen, oft unüberlegt handeln.
Ich vergesse jedoch nur langsam. Vertrauen muss ich erst wieder lernen.
SingleMama - 2006.08.12, 03:51
Seelenleben
Mein in meinem Bett eingeschlafenes Kind zu betrachten und dann hinüber in ihr Zimmer zu bringen.
Es genießen, wie sie sich im Schlaf an mir festhält und sich ankuschelt.
Tränengarantie bei mir: 100 %
SingleMama - 2006.08.12, 01:25
Kindereien