Hätten Arschlöcher Flügel, wäre hier ein Flugplatz.
Bin ich froh, wenn ich gleich meinen Stift niederlegen, den Rechner runterfahren und der Firma den Rücken zukehren kann.
SingleMama - 2006.04.13, 16:01
Kollegiales
Eigentlich wollte ich in der Mittagspause nur kurz Zigaretten holen, schwang mich zu diesem Zweck in mein Autochen und suchte den nächstgelegenen Tabakladen auf.
Nur kurz war jedoch ein Wunschtraum, fast unmöglich überhaupt einen Parkplatz zu ergattern. Ach ja, morgen ist ja Feiertag, danach die beiden Ostertage, klar, dann muß ja eingekauft werden, als ob es kein Morgen gäbe.
Überall in der Stadt verteilt Fischwagen aus Holland. Stimmt ja, morgen ist Fisch essen angesagt. Jetzt esse ich eigentlich sehr gerne Fisch, aber nur dann, wenn ich Lust darauf habe.
Kindheitserinnerungen werden wach: Karfreitag, auf dem Herd brutzeln die Fischstäbchen (anderen Fisch isst meine Mutter nicht) und meine Ma steht am Küchentisch und pellt Kartoffeln für den warmen Kartoffelsalat. Jedes Jahr ... immer wieder.
1990 bin ich zu Hause ausgezogen - kurz vor Ostern. Und am Karfreitag stand ich dann in meiner winzigen Kochnische und bereitete mir lustvoll ein Steak - ha, ihr Spießer, sehr her, ich trau mich was ...
Heimlich entzog ich mich in den folgenden Jahren immer wieder der Familientradition - am Karfreitag kein Fisch. Und ich blieb unentdeckt - bis zum vorletzten Jahr: da erzählte meine Tochter beim Osterkaffee meinen Eltern begeistert vom Auflauf, den wir Karfreitag gegessen hatten.
Meine Mutter war einer Ohnmacht nahe - kein Fisch zu Karfreitag? Kind, wie kannst Du nur? Meine Aufklärung, daß ich dies bereits seit dem Auszug so handhaben würde und ich bisher weder vom Blitz getroffen noch exkommuniziert worden sei (paradox, in unserer Familie war noch nie jemand religiös), beruhigte sie etwas.
Übrigens - letztes Jahr gab es bei meinen Eltern Frikadellen zu Karfreitag - garantiert ohne Fisch und grätenfrei.
SingleMama - 2006.04.13, 12:27
Alltäglicher Wahnsinn
Der Dorfklatsch hat neue Nahrung bekommen. Es gibt wieder mal eine Trennung und diesmal handelt es sich auch noch um "Eingeborene".
Prima, bin ich doch jetzt nicht mehr Gesprächsthema. Endlich kann ich mich in gewohnter Art und Weise daneben benehmen ;o)
Notiz an mich: tiefdekolletierte Oberteile und Zigarren aus der Versenkung holen
SingleMama - 2006.04.13, 09:50
Alltäglicher Wahnsinn
Verhaltensweisen muss und kann ich nicht verstehen.
Aber darüber aufregen werde ich mich nicht mehr.
SingleMama - 2006.04.12, 23:26
Liebe und andere Merkwürdigkeiten
Und das alles nur für einen Geburtstag. Noch nicht mal für einen runden Geburtstag.
Meine Motte wird am Sonntag fünf. Zu Mittag werden dann schon einmal meine Eltern und meine Omi aufschlagen, am Nachmittag werden Papa, seine Eltern und seine Oma erwartet, außerdem rechne ich noch mit ihrer Patentante (meine Freundin G.) nebst Mann und Anhang.
Am Montag kommt dann der Herr
Namenlos sowie evtl. ihre andere Patentante (meine Freundin A.).
Dienstags wird erst im Kindergarten gefeiert und nachmittags kommt ein ganzer Schwung Kinder hier ins Haus.
Ich frage mich, wie lange sie ihren 50. Geburtstag feiern wird.
SingleMama - 2006.04.12, 20:15
Kindereien
... habe ich ein schlechtes Gewissen und zögere ich, von einem Freund knapp 700 € zurückzufordern, die ich ihm bereits vor zwei Jahren geliehen habe?
SingleMama - 2006.04.12, 12:03
Alltäglicher Wahnsinn
... einer Singlemama:
5.00 Uhr: der Wecker dudelt, flüchtig registriert das Unterbewusstsein, daß heute Dienstag ist, das Kind die Nacht beim Papa verbracht hat und Mama heute noch eine Stunde länger im Bett liegen bleiben kann
6.30 Uhr: in einer Stunde spätestens sollte ich aus dem Haus gehen, also quäle ich meinen Hintern aus dem Bett - Hund rauslassen - alle Fenster zum Lüften öffnen - Kaffeemaschine anwerfen - Kaffee trinken und Zigarette rauchen, dabei Zeitung lesen -
7.00 Uhr: ab ins Bad - fertig machen - anziehen - Bett machen - währenddessen noch eine Kaffee trinken, um wach zu werden
7.25 Uhr: Haus verlassen - feststellen, daß ein Traktor mit Anhänger die Einfahrt versperrt - wütend den dazugehörigen Bauern aus der Nachbarschaft, wo er zu einem Kaffee eingekehrt ist, klingeln
7.35 Uhr: endlich im Auto - ab Richtung Stadt
7.45 Uhr: auf der letzten Rille auf den Hof biegen, feststellen, daß sämtliche Parkplätze besetzt sind, nur noch der schlaglöchrige Schotterplatz ist frei - daran denken, daß ich dort letztens schon mit meinem tiefergelegten Wagen aufgesetzt habe, deshalb kackfrech auf dem Besucherparkplatz parken - ins Gebäude hetzen und arbeiten
9.00 Uhr: todmüde vor sich hindümpeln - eine heiße Liebe nach der anderen trinken - nichts gebacken bekommen
12.00 Uhr: Mittagspause - weiterarbeiten, hab zwischendurch schon genug Pause gehabt, gehe jedoch nicht ans Telefon
12.30 Uhr: Ende Mittagspause - versuchen, die letzten Stunden auch noch mit Anstand hinter mich zu bringen
16.15 Uhr: Feierabend - ab ins Auto - Richtung Kindergarten
16.30 Uhr: Ankunft Kindergarten, Kind abholen - es zur Eile antreiben, da wir heute noch einkaufen müssen und der Hund zu Hause vermutlich schon das Wasser in den Augen stehen hat - ab zum Einkaufen
17.10 Uhr: endlich zu Hause - Kaffeemaschine anschmeißen - die von meinem Kind tolerierte Auszeit von einer Tasse Kaffee genießen
17.20 Uhr: umziehen - in der Küche mit meiner Tochter gleichzeitig Eier färben, einen Mini-Kuchen backen, die Einkäufe ein- und die Spülmaschine ausräumen
18.30 Uhr: mit halbstündiger Verspätung Abendbrot auf den Tisch stellen - feststellen, daß es für das Kind zu spät ist, in die Wanne zu springen - dem nöhlenden Kind versprechen, morgen dafür die Wanne doppelt so voll mit Wasser zu machen - essen - dabei Kika gucken
19.00 Uhr: Tisch abräumen - mit der Süßen noch ein wenig auf der Couch kuscheln
19.20 Uhr: Kind ins Bad schicken - zähneputzen und Katzenwäsche
19.25 Uhr: mit Kind nach oben gehen - umziehen - ins Bett bringen - kleines Schwätzchen, was am Tag passiert ist, sonst kann sie nicht abschalten und einschlafen
19.40 Uhr: beim Kind nun seine eigene Freizeit einfordern - ab jetzt gehört der Abend mir
19.45 Uhr: Wohnzimmer in Ordnung bringen
19.55 Uhr: Küche ist ein Schlachtfeld - aufräumen - dabei einen Glasteller auf den Boden schmeißen - Hund aus der Küche jagen - Staubsauger holen (war eh mal wieder nötig)
20.25 Uhr: Küche ist in akzeptablen Zustand gebracht - im Wohnzimmer einen Vorrat an Zigaretten stopfen, dabei fernsehen
20.50 Uhr: mal kurz ins Netz und diesen Eintrag schreiben - danach duschen
21.30 Uhr: Feierabend - vermutlich wieder ins Netz ... mal sehen
SingleMama - 2006.04.11, 20:44
Liebe und andere Merkwürdigkeiten
If questioning would make us wise
No eyes would ever gaze in eyes;
If all our tale were told in speech
No mouths would wander each to each.
Were spirits free from mortal mesh
And love not bound in hearts of flesh
No aching breasts would yearn to meet
And find their ecstasy complete.
For who is there that lives and knows
The secret powers by which he grows?
Were knowledge all, what were our need
To thrill and faint and sweetly bleed?
Then seek not, sweet, the "If" and "Why"
I love you now until I die.
For I must love because I live
And life in me is what you give.
Christopher Brennan (1870-1932)
SingleMama - 2006.04.11, 12:26
Lyrisches