Montag, 12. Dezember 2005

Abschied

Ein letztes Sichern meines 20six-Blogs und dann heißt es Abschied nehmen. Wer weiß, ob nach der Software-Umstellung nicht alles bei 20six zusammenbricht alles noch vorhanden ist und so funktioniert, wie vorher.

Es ist wirklich traurig - ein Blog, der mich eineinhalb Jahre begleitet hat, in dem ich die wohl schlimmste Zeit meines Lebens aufgezeichnet habe - was wird damit passieren? Ich hoffe, daß alle Beiträge und Kommentare erhalten bleiben, so wie diese Zeit auch in meiner Erinnerung erhalten bleiben wird.

Und doch ... es ist nur ein Blog. Warum hängt dann mein Herz so sehr daran?
Alltäglicher Wahnsinn

Zum ersten Mal seit zwei Wochen habe ich heute nicht verschlafen ...

... ganz im Gegenteil, ich saß bereits um halb fünf mit einer Tasse Kaffee in einem trancemäßigen Zustand auf der Couch und starrte auf die vor meinen Augen förmlich verschwimmende Zeitung.

Meine Tochter kam um 4.06 Uhr an mein Bett, behauptete, nicht mehr schlafen zu können. Einladend schlug ich für sie die Decke zurück und dann lag sie durch eine verstopfte Nase schniefend neben mir. Kurz habe ich es ja noch ausgehalten, mich dann jedoch angezogen, ihr Nasenspray aus der unteren Etage hochgeholt und ihr eingeschärft, sie möge bitte noch liegen bleiben, bis ich mich anziehen komme.

Müde schlurfte ich durchs Erdgeschoss, riss alle Fenster zwecks Durchlüften auf, scheuchte erbarmungslos den Hund aus seinem Körbchen nach draußen in den Garten. Kaffeemaschine an, Badezimmer öffnen (juhuu, ich hab gestern abend vergessen, dort die Heizung abzudrehen, mollige Wärme empfängt mich). Kaffee durchlaufen lassen, erste Tasse zum Sofa tragen, frierend die Zeitung studieren.

Hund füttern, duschen, wieder aufs Sofa, noch eine Tasse Kaffee. Spülmaschine ausräumen, Küche aufräumen, haarefönen. Noch eine Tasse Kaffee ...

Kind aus den tiefsten Träumen geweckt, nach unten gebracht, gemeinsames Frühstück, Kind gewaschen und angezogen, gekämmt und die Haare zum Bauernzopf geflochten.

Alles raus aus dem Haus, Kindergarten und Büro warten ...

... und jetzt bin ich sooooo müde ...
Alltäglicher Wahnsinn

Endspurt

bis Weihnachten - in zwei Wochen ist (glücklicherweise) Weihnachten schon fast wieder vorbei.

Heute werden die letzten Weihnachtsgeschenke abgeholt; ich hatte Bilder von der Kleinen nachbestellt, die passenden Rahmen dazu ausgesucht. Mehr bekommen die Omas, Opas, Uromas und der Papa dieses Jahr nicht. Mehr ist finanziell einfach nicht zu machen.

Jetzt muss ich nur noch einen Baum kaufen, der dann am Wochenende aufgestellt wird. Meine Wahl fällt in diesem Jahr auf einen künstlichen Baum - ich habe keine Lust, die Feiertage mit abgetrennten Gliedmaßen aufgrund ungeschickten Gebrauchs einer Säge zu verbringen. Praktischerweise kann ich dann nach Weihnachten die Lichterkette gleich dran lassen, der Baum kommt auf den Speicher, Müllsack drüber, fertig.

Noch 9 Tage und der Rest von heute arbeiten ...
Alltäglicher Wahnsinn

Sonntag, 11. Dezember 2005

Rückschau

Die Betriebsfeier am Freitag war ganz ok. Nur sollte man das Trinken nach Möglichkeit unterlassen, wenn man gerade massiven Stimmungsschwankungen unterworfen ist - diese werden durch vermehrten Alkoholgenuss nur noch ausgeprägter.
Seelenstriptease während der Weihnachtsfeier betrieben ... ausgerechnet bei der mir verhassten Juniorchefin. Jawoll. Sie war die einzige, die zu bemerken schien, daß bei mir irgendwas nicht in Ordnung war, setzte sich zu mir. Wir kamen ins Gespräch. Haben die Reibereien der letzten knapp fünf Jahre aus der Welt geschafft - einiges geklärt. Viel intimes über sie erfahren. Meine letzten eineinhalb Jahre komplett ihr gegenüber offen gelegt. Alles! Komplett! Von Abtreibung über Betrogenwerden bis zur Eskalation.
Was mich da wohl geritten hat?
Finalsatz von ihr: "Frau H., ich bin entsetzt über das, was Ihnen passiert ist. Und ich bewundere Sie dafür, wie Sie sich ganz alleine mit Ihrer Tochter durchs Leben schlagen." Hoffentlich instruiert sie jetzt ihre ganze Familie, mich mal ein wenig mehr mit Samthandschuhen anzupacken.
Ende der Feier kam für mich schon recht frühzeitig - seit einigen Wochen starke Probleme durch Nacken- und Kopfschmerzen. Um halb zwei ein Taxi angerufen und ab nach Hause. Kurzer Disput mit dem Taxifahrer, der trotz offensichtlichen Glatteis mit kapp 100 Sachen durch die Stadt fuhr. Habe ihn sehr nachdrücklich darum gebeten, entweder langsamer zu fahren oder sofort anzuhalten und mich aussteigen zu lassen - auf die Kohle könne er jedoch dann verzichten. Drosselte daraufhin das Tempo auf etwa 75 kmh.

Disney on Ice gestern war sehenswert. Lieb-Töchterlein, vorher noch quengelig und nervig, war völlig fasziniert. Ihre strahlenden Augen, die selbst in der Dunkelheit wie kleine Taschenlämpchen leuchteten sowie ihre kleine Hand,die meine große Hand vor Begeisterung fast zerquetscht hat, brachte mich während der ganzen Vorstellung zum Weinen.
Auch mit dem Papa lief alles in vernünftigen Bahnen. Mittags essen gewesen und viel geredet, normal und belanglos. Lediglich auf die verdeckten Anspielungen auf eine mögliche neue Beziehung in seinem Leben (wir, uns, sie) habe ich komplett ignoriert - und ihm den gesamten Wind damit aus den Segeln genommen. Aber mal ehrlich, mir ist das wirklich so dermaßen egal, soll er doch machen, was er will.

Warum biete ich eigentlich einem sehr guten Freund an, mich jederzeit anrufen zu können, falls es ihm nicht gut geht, wenn ich diese Anrufe dann im Tiefschlaf ignoriere? Heute nacht um halb drei wurde ich wach und bemerkte, daß ich das Telefon in der Hand hatte. War ich etwas schon wieder mit dem verdammten Ding eingeschlafen? Ich konnte mich nicht daran erinnern, noch im Bett telefoniert zu haben. Mit erheblichen Zweifeln an meinem Geisteszustand legte ich das Telefon weg, schlief weiter. Heute morgen dann die Auflösung: er hatte angerufen, ich hatte das Gespräch wohl auch angenommen, jedoch sofort wieder aufgelegt. Shit! Wie kann man nur so unzuverlässig sein?
Alltäglicher Wahnsinn

Technik, die begeistert

Mein Wäschetrockner macht merkwürdige Geräusche ... sehr merkwürdige sogar.

Frage deshalb an mich: Beschließt dieses von mir so hochgeschätze Gerät eventuell in Kürze seinen Geist aufzugeben? Oder habe ich einfach nur nicht die Jackentaschen meiner Tochter ausgeleert und es trocknen nun munter Steine, Nüsse, Tannenzapfen oder - wie bereits erlebt - ein komplettes Mäuseskelett?
Alltäglicher Wahnsinn

Freitag, 9. Dezember 2005

Ist schon wieder Vollmond?

Nein, eigentlich nicht. Mir kam es heute nacht jedoch so vor.

Meine herzallerliebste Tochter war ab kurz vor drei der Meinung, mich mal ein wenig durch die Bude hetzen zu können ... Erst um halb fünf konnte ich sie mit sehr viel Nachdruck (sprich, leichtes Ausflippen meinerseits)davon überzeugen, daß sie endlich mal versuchen sollte, zu schlafen.

Wäre ich da mal direkt aufgeblieben. Statt dessen bin ich tief und fest eingeschlafen, habe drei (!) Wecker überhört und wurde erst kurz vor sieben wach. Hui, dann gehts aber ab. Meine Kleine um kurz vor halb acht aus dem Bett geworfen, waschen, anziehen, jegliches Gemecker und Gemotze von ihr überhört, sie aus dem Haus gescheucht und pünktlich wie immer kamen wir im Kiga an.

Nun sitze ich wie ein Zombie an meinem Schreibtisch und hoffe, daß nicht gleich mein Kopf auf die Tastatur knallt - und wenn doch, daß ich dann wenigstens nicht schnarche. Wo ist bitteschön die Packung Streichhölzer, um meine Augen aufhalten zu können?
Alltäglicher Wahnsinn

Mein täglicher K(r)ampf

Es gibt im Leben nur eine Sünde, und die ist: den Mut zu verlieren. (Johannes Mario Simmel)



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Super Artikel
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Wir sollten in dieser Hinsicht ein wenig mehr wie die...
Valeska (Gast) - 2016.03.30, 09:11
Halte durch
Schade, dass du schon lange nichts mehr geposted hast....
Kristian (Gast) - 2016.03.30, 09:09
Sehr interessante Seite!
Ich mag diesen Blog wirklich sehr, aber ich vermisse...
Till (Gast) - 2016.03.29, 12:42
Lass doch einmal was...
Also ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn du einmal...
Helena (Gast) - 2016.03.29, 12:40
Alles Gute für dich!
Also ich kann mir vorstellen, dass das anfangs sehr...
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Gitta (Gast) - 2016.03.01, 15:50

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